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Fragen und Antworten zum Thema: Hartes Wasser und Kalk

Was sind eigentlich Kalk, Calciumcarbonat, CaCO3?  

Kalk, Calciumkarbonat und CaCO3 sind unterschiedliche Bezeichnungen für dieselbe Sache. Aus chemischer Sicht ist Kalk ein Salz der Kohlensäure. Im technischen Bereich kommt auch noch der Begriff Kesselstein vor. Hiermit ist umgangssprachlich der meist im Heizkessel fest gewordenen Kalk gemeint.

 

Und wie kommt der Kalk in das Trinkwasser?

Das Kohlendioxyd der Luft (CO2) verbindet sich beim Regnen mit den Wassertropfen (H2O) und es entsteht Kohlensäure (H2CO3).

Als nächstes verbindet sich das kohlensäurehaltige Wasser mit Kalk aus Gesteinsschichten im Boden zu flüssigem Calciumhydrogencarbonat Ca(HCO3)2

Dieses harte Wasser gelangt nun über das Grundwasser in unseren Trinkwasserkreislauf und der Kalk kann unter bestimmten Bedingungen (Hitze, Druck, Verdunstung) ausfallen. Dieser Kalk tritt dann als Verkalkung in Kaffemaschinen, Waschmaschinen, Heizkesseln wieder in Erscheinung.

 

Wie sind die Härtebereiche des Wassers eingeteilt?

Die ehemals in Deutschland vier Härtebereiche sind im Rahmen der EU-Harmonisierung auf drei Härtebereiche aufgeteilt worden. Bestimmend für die Härtegrenzen ist seitdem die Konzentration der Gesamthärtebildner in mmol/l. 

Härtebereich

mmol/l

°dH

Calciumkonzentration mg/l

weich

< 1,5

< 8,4

< 80

mittel

1,5 bis 2,5

8,4 - 14

80 - 120

hart

> 2,5

>14

> 120

Tabelle 1, Härtebereiche 1 - 3      

 

Wann sollte man was gegen Kalk im Wasser tun?

Bei weichem Wasser muss man keine Massnahmen ergreifen. Bei mittelhartem Wasser wird ab einer Temperatur von 60°C empfohlen, etwas zu tun. Bei hartem Wasser sollte auf jeden Fall eine Enthärtung für alle Temperaturbereiche in Betracht gezogen werden.

 

Was kann passieren, wenn hartes Wasser nicht behandelt wird?

In den Hauswasserleitungen, in denen Kaltwasser geführt wird, gibt es in der Regel keine Probleme.
Jedoch schon am Wasser-Austrittspunkt, an dem auch warmes Wasser entnommen wird, verkalken Wasserhähne oder Duschköpfe und mindern den Wasserdruck, weil Kalk ausfällt.

In Warmwasserleitungen und z. B. Wärmetauschern verkalken bereits die Rohre und Wandungen: Durch Temperaturerhöhung wird das Kalk-Kohlensäure Gleichgewicht gestört und Calciumcarbonat fällt aus und setzt sich fest. Das passiert bereits ab einer Wassertemperatur von 30°C.  Der ausfallende Kalk führt dann zu den bekannten und gefürchteten Schäden und Folgekosten. Bereits bei 1 mm Kalkablagerung auf Heizstäben wird die Heizleistung um 10 % gemindert. Bei 5 mm Kalk um 30 % und bei 11 mm um ca. 50 %.  

Wichtige Infos geben wir Ihnen auch im Beitrag Kalkschutz- und Entkalkungsmöglichkeiten für hartes Wasser.

 

Was ist Wasserenthärtung durch Ionenaustausch?

Gemeint sind Ionenaustauschanlagen für weicheres Wasser die mit einem Trägerharz arbeiten, das vom Wasser durchströmt wird. Calcium- und Magnesiumionen des Wassers werden an das Harz gebunden und Natriumionen an das Wasser abgegeben.  

Moderne Anlagen, wie die Anlage Delfin oder Delfin Mega werden nur mit „Sparbesalzung“ betrieben und die Austauschharze werden im Turnus automatisch entkeimt.

Das Ionenaustauschverfahren ist das bewährteste Verfahren um Kalk im Wasser zu mindern. Leider hat es immer noch bei Privatanwendern einen schlechten Ruf, da die Anlagen der 70er und 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts unzureichend arbeiteten. Diese dosierten ungenau und hatten keine Sparbesalzung. Geschmacksveränderungen waren die Folge und es kam zu Korrosionsschäden an Rohrleitungen durch überschüssige Kohlensäure.

Vor und Nachteile von Ionenaustauschanlagen oder Enthaertungsanlagen:

Vorteile

  • Schutz der gesamten Haustechnik und besserer Geschmack von Speisen und Getränken wie Tee, Espresso, …
  • Enormes Einsparpotential durch Schutz der Haustechnik und Einsparung von Waschmitteln in nicht unerheblichem Mass
  • ausgereifte Technik
  • viele Geräte sind DVGW-zertifiziert
  • Kalk wird dem Wasser tatsächlich entnommen
  • sehr gutes Preisleistungsverhältnis bei den von uns angebotenen Anlagen
  • die Salztabletten können selbst für wenig Geld nachgefüllt werden

Nachteile

  • Der Natriumgehalt des Trinkwassers steigt je nach Härteverminderung an, was für empfindliche Personen von Nachteil sein kann. Allerdings wird die Aufnahme von Mineralien über das Trinkwasser weit überschätzt!
  • Bei sehr hoher Dosierung entsteht freie Kohlensäure und der pH-Wert wird dann deutlich gemindert; Rohrleitungen können dann angegriffen werden
  • Folgekosten durch das Nachfüllen der Salztabletten, durch Desinfizieren des Harzes und durch allerdings sehr seltene notwendigen Harzwechsel
  • Für Einbau und Wartung ist ein Installateur erforderlich

 

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